Immobilienkredit als Grenzgänger – so bekommst du deine Finanzierung sicher und fair
Du willst wissen, ob du als Grenzgänger einen Immobilienkredit in Deutschland bekommst, welche Hürden es gibt und wie du sie sauber löst?
Das Wichtigste zum Immobilienkredit als Grenzgänger
- Als Grenzgänger bekommst du grundsätzlich einen Immobilienkredit in Deutschland – auch wenn dein Gehalt in einer Fremdwährung (z. B. CHF oder DKK) fließt. Die Auswahl an Banken ist aber kleiner und die Prüfung strenger.
- Deine Kreditwürdigkeit ist der Schlüssel: hohes, stabiles Einkommen, gutes Eigenkapital, einwandfreie Schufa und eine werthaltige Immobilie in solider Lage.
- Um Währungsrisiken zu reduzieren, kann ein Euro-Darlehen oder ein Kombinationsdarlehen (z. B. zwei Drittel Euro + ein Drittel Fremdwährung) sinnvoll sein.
- Spezielle Regelungen (u. a. Wandlungsrecht bei Fremdwährungsdarlehen) erhöhen den Verwaltungsaufwand für Banken – deshalb finanzieren nicht alle Institute Grenzgänger.
- Mit sauber vorbereiteten Unterlagen, realistischen Budgets und einer klugen Darlehensstruktur steigen deine Chancen auf gute Konditionen deutlich.
Was ist ein Grenzgänger – und warum ist das für die Baufinanzierung relevant?
Als Grenzgänger lebst du in Deutschland, pendelst aber zur Arbeit ins Nachbarland – zum Beispiel in die Schweiz, nach Österreich, Luxemburg oder Dänemark. Dein Gehalt kommt in Euro oder in einer Fremdwährung. Für die Bank bedeutet das: Sie muss Einkommen, Steuern, Arbeitsverträge und mögliche Währungsschwankungen sorgfältig prüfen. Genau hier trenne ich mit dir sauber: Was ist sicher, was schwankt – und welche Finanzierungsstruktur passt zu deinem Berufsprofil und Familienalltag?
Finanzieren deutsche Banken Immobilien von Grenzgängern?
Ja – aber nicht alle. Viele Institute finanzieren nur Euro-Einkommen, weil Fremdwährungsgehälter zusätzliche Risiken und Prüfpflichten mitbringen (Wechselkurs, Rechtsrahmen, Dokumentation). In Grenzregionen ist die Bereitschaft zur Finanzierung oft größer als in der Ferne. Meine Erfahrung: Wer die Unterlagen mustergültig vorbereitet, sein Einkommen transparent darstellt und die Finanzierung risikobewusst konstruiert, bekommt auch als Grenzgänger solide Angebote.
Warum finanzieren nur wenige Banken einen Immobilienkredit für Grenzgänger?
Wenn du in Deutschland lebst, aber dein Gehalt in der Schweiz, in Luxemburg oder in Dänemark verdienst, ist die Finanzierung deines Eigenheims etwas komplexer – nicht unmöglich, aber mit speziellen Anforderungen verbunden. Viele Banken halten sich in diesem Bereich zurück. Der Grund dafür liegt weniger in der Bonität der Antragstellenden – die ist bei Grenzgängern häufig sogar überdurchschnittlich – als vielmehr in den gesetzlichen und organisatorischen Vorgaben, die eine Bank bei solchen Finanzierungen erfüllen muss.
Seit der Einführung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) im März 2016 müssen Kreditinstitute bei grenzüberschreitenden Finanzierungen deutlich mehr prüfen und dokumentieren. Für jede Darlehensvergabe gelten verschärfte Anforderungen an Transparenz, Risikobewertung und Nachweispflicht. Das betrifft insbesondere Einkommen in Fremdwährung – etwa Schweizer Franken (CHF) oder Dänische Kronen (DKK).
Gerade bei Grenzgängern entstehen dadurch zusätzliche Verwaltungs- und Übersetzungsaufwände: Arbeitsverträge, Lohnabrechnungen, Steuerbescheide und Sozialabgaben müssen in der Regel zweisprachig überprüft und im Kontext unterschiedlicher Rechtsordnungen bewertet werden. Für Banken bedeutet das: mehr Personalzeit, höhere Kosten – und im Zweifel weniger Effizienz pro Antrag.
Mehr Aufwand, mehr Risiko, weniger Standardlösungen
Während Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer mit Einkommen in Euro meist standardisierte Prozesse durchlaufen, sind Grenzgänger-Finanzierungen Einzelfälle. Die Bank muss unter anderem prüfen:
- Wie stabil ist das Einkommen in Fremdwährung langfristig?
- Wie stark schwankt der Wechselkurs?
- Wie werden Steuern und Abgaben grenzüberschreitend geregelt (z. B. durch Doppelbesteuerungsabkommen)?
- Gibt es Risiken, dass sich die Rückzahlungsfähigkeit bei Währungsschwankungen verändert?
Diese Prüfungen sind aufwendig, erfordern Erfahrung und klare interne Richtlinien. Viele Banken, insbesondere überregionale Institute ohne Filialen in Grenznähe, bieten deshalb keine Grenzgänger-Finanzierungen an. In Grenzregionen wie am Bodensee, im Allgäu oder entlang der Schweizer Grenze sieht das anders aus: Dort gibt es mehr Institute, die sich auf solche Finanzierungen spezialisiert haben und die Prozesse routiniert abwickeln können.
Rechtlicher Hintergrund: Das Wandlungsrecht für Fremdwährungsdarlehen
Mit der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wurde in Deutschland ein sogenanntes Wandlungsrechteingeführt (§ 503 BGB). Dieses besagt, dass Darlehensnehmende, die ihr Einkommen nicht in Euro, sondern in einer anderen EU-Währung erhalten, unter bestimmten Bedingungen das Recht haben, ihr Darlehen in ihre Gehaltswährung umzuwandeln.
Das kann z. B. dann greifen, wenn sich der Wechselkurs um mehr als 20 % zulasten des Kreditnehmenden verändert (§ 493 BGB – Informationspflichten der Bank). Damit sollen Verbraucherinnen und Verbraucher vor drastischen Währungseinbrüchen geschützt werden.
Für die Banken bedeutet dieses Recht allerdings ein zusätzliches Risiko:
-
- Sie müssen mit plötzlichen Währungsumstellungen rechnen, die die Kalkulation des Kredits verändern.
- Sie tragen im Ernstfall selbst Wechselkursverluste.
- Vertragsbedingungen, Sicherheiten und Bewertungsgrundlagen müssen im neuen Währungsrahmen angepasst werden.
Viele Institute wollen dieses Risiko nicht eingehen und verzichten deshalb auf Kredite in Fremdwährung – oder sie vergeben sie nur an besonders bonitätsstarke Kunden mit sehr sicherem Einkommen, etwa Beamte, Ärzte oder Offiziere.
Aktuelle Beispielkonditionen – so rechnest du realistisch einen Immobilienkredit für Grenzgänger
Zinsen ändern sich. Statt „Tageszinsen“ festzunageln, kalkuliere ich mit robusten Beispielen – damit du dein Budget wirklich verstehst. Nehmen wir an, du finanzierst 400.000 € Nettodarlehen:
- Sollzinsbindung 10 Jahre: ca. 3,40 % effektiv p. a. ⇒ Rate ~1.770 €/Monat bei 2,5 % anfänglicher Tilgung
- Sollzinsbindung 15 Jahre: ca. 3,75 % effektiv p. a. ⇒ Rate ~1.930 €/Monat bei 2,5 % Tilgung
- Sollzinsbindung 20 Jahre: ca. 4,00 % effektiv p. a. ⇒ Rate ~2.030 €/Monat bei 2,5 % Tilgung
Wichtig: Das sind Arbeitswerte für die Budgetplanung – deine persönliche Kondition hängt von Einkommen, Objekt, Eigenkapital, Laufzeit, Zinsbindung, Beleihungsauslauf und Bonität ab. Für Einsatz- und Schichtberufe plane ich grundsätzlich mit Puffern, damit die Rate auch bei Mehrbelastungen stabil bleibt.
Wo bekommen Grenzgänger einen Immobilienkredit – und wie bereitest du dich vor?
Ich arbeite mit bankenunabhängiger Marktübersicht und kenne Institute, die Grenzgänger strukturiert finanzieren. Entscheidend ist, dass deine Unterlagen prüffertig sind:
Checkliste Unterlagen – kompakt & banktauglich
- Arbeitsvertrag und aktuelle Gehaltsnachweise (inkl. Währung und Zahlungsrhythmus)
- Steuerunterlagen (Deutschland + Beschäftigungsland, Doppelbesteuerungsabkommen beachten)
- Vermögensübersicht (Konten, Wertpapiere, Vorsorge, ggf. Pensionskasse)
- Objektunterlagen (Exposé, Grundbuchauszug, Teilungserklärung, Baubeschreibung, Energieausweis)
- Haushaltsrechnung (Einnahmen, Ausgaben, Reserven) – realistisch, nicht „geschönt“
Je sauberer die Unterlagen, desto weniger Rückfragen – und desto schneller die Zusage.
Mit diesen Dokumenten wird deine Finanzierung und deine Immo-Auswahl zum Kinderspiel!
Ist eine Baufinanzierung mit Fremdwährung für Grenzgänger möglich?
Grundsätzlich ja – eine Baufinanzierung in Fremdwährung ist für Grenzgänger möglich, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit besonderer Sorgfalt. Einige deutsche Banken bieten Immobiliendarlehen in Schweizer Franken (CHF), Dänischen Kronen (DKK) oder anderen Währungen an. Diese Option kann sinnvoll sein, wenn du dein Gehalt ebenfalls in dieser Währung erhältst, also zum Beispiel als Angestellter, Ärztin oder Beamter in der Schweiz arbeitest und in Deutschland wohnst.
Trotzdem gilt: Eine Finanzierung in Fremdwährung ist kein Standardprodukt – sie ist komplexer, risikobehafteter und wird daher nur von wenigen Banken angeboten. Die meisten Kreditinstitute bevorzugen Euro-Darlehen, weil sich die Wechselkursentwicklung langfristig nicht exakt kalkulieren lässt.
Welche Voraussetzungen solltest du als Grenzgänger mitbringen?
Einkommen & Vermögen
Ein stabiles, überdurchschnittliches Einkommen ist das Rückgrat deiner Finanzierung. Solange die Rate ≤ 35 % deines Haushaltsnettos bleibt und du 3–6 Monatsraten Reserven hältst, wirkst du professionell und planungssicher. Vermögen (z. B. Rücklagen, Wertpapiere, abbezahlte Immobilie) stärkt deine Bonität.
Eigenkapital
Ideal ist, wenn du mindestens die Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, ggf. Makler) selbst zahlst – das sind je nach Bundesland ~10–15 % des Kaufpreises. Bei 450.000 € Kaufpreis also ~45.000–67.500 €. Mehr Eigenkapital = niedrigere Zinsen und bessere Bankauswahl.
Immobilienwert
Die Bank bewertet den Beleihungswert – was das Objekt im Ernstfall erlösen würde. Lage, Zustand, Marktumfeld und Energieeffizienz sind entscheidend. Wer hier mit einem soliden Objekt punktet, bekommt leichter gute Konditionen.
Warum Fremdwährungsdarlehen ein höheres Risiko bedeuten
Bei einem Darlehen in Fremdwährung – etwa in Schweizer Franken – bleibt der Kreditbetrag immer gleich, aber der Wert dieser Fremdwährung im Verhältnis zum Euro kann sich über die Jahre deutlich verändern.
Das führt zu zwei zentralen Risiken:
- Wechselkursrisiko für dich als Kreditnehmenden:
Wenn der Schweizer Franken an Wert gewinnt, brauchst du mehr Franken, um deine Rate in Euro auszugleichen. Deine monatliche Belastung kann also steigen, obwohl der Kreditvertrag unverändert bleibt. - Wechselkursrisiko für die Bank:
Wenn der Franken fällt, verliert das Darlehen aus Sicht der Bank an Wert. Das Institut muss sich gegen diesen Verlust absichern – und gibt die dadurch entstehenden Kosten über höhere Zinsen oder strengere Vergaberichtlinien an die Kunden weiter.
Diese beidseitigen Schwankungen erklären, warum Banken Fremdwährungsdarlehen nur mit gründlicher Risikoprüfung vergeben – und warum viele Kreditnehmer letztlich eine Finanzierung in Euro oder eine Mischform bevorzugen.
Fremdwährung oder Euro – welche Darlehenswährung passt wirklich?
Grundsatz: Je einfacher die Struktur, desto robuster die Planung. Bei Fremdwährung (z. B. CHF) trägst du Wechselkursrisiken – bei Euro trägst du das Wechselkursrisiko in deiner privaten Einnahmenseite (Gehalt). Beides kann funktionieren, wenn es sauber gerechnet wird.
Warum ist eine Baufinanzierung in Fremdwährung riskant?
Eine Baufinanzierung in Fremdwährung – etwa in Schweizer Franken (CHF) oder Dänischen Kronen (DKK) – kann auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, vor allem für Menschen, die ihr Gehalt in derselben Währung erhalten. Doch sie birgt erhebliche Risiken, weil sich Wechselkurse über die Jahre stark verändern können.
Diese Schwankungen wirken sich direkt auf deine monatliche Belastung oder auf die Restschuld beim Verkauf der Immobilie aus. Im einen Moment sparst du, im nächsten kann die Finanzierung plötzlich teurer werden – obwohl du die gleiche Rate bezahlst.
Um das besser zu verstehen, schauen wir uns zwei fiktive Beispiele an.
Julian und Clara – zwei Finanzierungsmodelle im Vergleich
Julian und Clara leben beide in Deutschland und arbeiten in der Schweiz. Sie verdienen ihr Gehalt in Schweizer Franken und möchten ein Haus in Deutschland finanzieren.
| Person | Finanzierung in | Gehalt in | Monatliche Rate | Ausgangs-Wechselkurs |
|---|---|---|---|---|
| Julian | Euro (€) | CHF | 1.000 € | 1 € = 1 CHF |
| Clara | Schweizer Franken (CHF) | CHF | 1.000 CHF | 1 € = 1 CHF |
Szenario 1: Der Schweizer Franken steigt im Wert
| Person | Finanzierung in | Neue Umrechnung | Effekt |
|---|---|---|---|
| Julian (Euro-Kredit) | Euro (€) | 1.000 € = 666 CHF | Für Julian wird es günstiger: Er braucht weniger Franken, um seine Euro-Rate zu begleichen. |
| Clara (CHF-Kredit) | Schweizer Franken (CHF) | 1.000 CHF = 1.500 € | Für Clara wird es teurer: Ihr Kredit ist in Euro gerechnet deutlich mehr wert. Beim Verkauf ihres Hauses müsste sie mehr Euro aufbringen, um die Restschuld zu tilgen. |
• Julian profitiert vom starken Franken, weil sein Einkommen nun mehr Euro wert ist.
• Clara verliert, weil ihr Fremdwährungsdarlehen in Euro aufgewertet wird.
• Würde sie das Haus jetzt verkaufen, müsste sie einen finanziellen Ausgleich leisten, weil die Restschuld in Euro gestiegen ist.
Szenario 2: Der Euro steigt im Wert
| Person | Finanzierung in | Neue Umrechnung | Effekt |
|---|---|---|---|
| Julian (Euro-Kredit) | Euro (€) | 1.000 € = 1.500 CHF | Für Julian wird es teurer: Er muss mehr Franken zahlen, um seine Euro-Rate zu bedienen. |
| Clara (CHF-Kredit) | Schweizer Franken (CHF) | 1.000 CHF = 666 € | Für Clara wird es günstiger: Ihr Kredit ist in Euro gerechnet weniger wert. Bei gleichbleibendem Immobilienwert könnte sie beim Verkauf sogar einen Gewinn erzielen. |
• Julian verliert, weil sein Einkommen in Franken nun weniger Euro wert ist.
• Clara gewinnt, weil ihr CHF-Kredit in Euro gerechnet sinkt.
• Die Bank trägt das Risiko, dass sie beim Rücktausch in Euro weniger zurückbekommt, als sie ursprünglich verliehen hat.
Zusammenfassung der Wechselkurseffekte
| Szenario | Gewinner | Verlierer | Risiko für |
|---|---|---|---|
| Franken wird stärker | Julian (Euro-Kredit) | Clara (CHF-Kredit) | Kreditnehmende beim Verkauf |
| Euro wird stärker | Clara (CHF-Kredit) | Julian (Euro-Kredit) | Bank bei Rückzahlung in Fremdwährung |
Beispielhafte Berechnung eines Immobilienkredits für Grenzübergänger der Restschuld beim Verkauf
Nehmen wir an, Clara hat ein Darlehen von 300.000 CHF aufgenommen.
Zu Beginn entsprach das 300.000 €, doch der Wechselkurs ändert sich.
| Wechselkurs | Umrechnung | Restschuld in € |
| 1 CHF = 1 € | Ausgangswert | 300.000 € |
| 1 CHF = 1,50 € | Franken stärker | 450.000 € |
| 1 CHF = 0,80 € | Franken schwächer | 240.000 € |
Erklärung:
- Wird der Franken stärker, steigt Claras Restschuld in Euro.
- Wird der Franken schwächer, sinkt die Restschuld in Euro.
- Verkauft sie ihr Haus in Euro, kann das zu hohen Verlusten oder Gewinnen führen – je nach Zeitpunkt.
Was bedeutet das für dich?
Eine Fremdwährungsfinanzierung ist ein sensibles Konstrukt. Sie kann funktionieren, wenn du dein Einkommen langfristig stabil in dieser Währung erhältst, du über ausreichend finanzielle Reserven verfügst und die Bank das Risiko mitträgt.
Für Menschen mit planbarem, sicherem Einkommen – etwa in Polizei, Feuerwehr, medizinischen Diensten oder beim Bund – kann ein Fremdwährungsdarlehen in Kombination mit einer soliden Eigenkapitalbasis und professioneller Beratung durchaus sinnvoll sein.
Allerdings gilt:
- Deine Monatsrate bleibt zwar stabil in CHF,
- aber dein tatsächlicher Aufwand in Euro kann sich massiv verändern.
- Und im Verkaufsfall kann eine Kursverschiebung über Gewinn oder Verlust von mehreren Zehntausend Euro
Stabilität oder Flexibilität – du musst abwägen
| Kriterium | Euro-Finanzierung | Fremdwährungs-Finanzierung |
|---|---|---|
| Planbarkeit | Sehr hoch – Rate bleibt stabil | Niedriger – abhängig vom Wechselkurs |
| Bankakzeptanz | Hoch – viele Banken bieten an | Gering – nur spezialisierte Banken |
| Risiko für dich | Einkommen kann in Euro sinken (wenn CHF fällt) | Restschuld kann in Euro steigen (wenn CHF steigt) |
| Zielgruppe | Alle, die maximale Sicherheit wollen | Personen mit stabilen Auslandseinkommen und Risikopuffer |
Drei Wege, den Immobilienkredit als Grenzgänger stabil zu machen
Reine Euro-Finanzierung
- Größte Bankauswahl, viel Produktvielfalt (lange Zinsbindungen, flexible Sondertilgungen).
- Wechselkursrisiko liegt nur auf deinem Gehalt – das kannst du mit Puffer und realistischen Haushaltsrechnungen abfedern.
2) Kombinationsdarlehen (z. B. 2/3 Euro, 1/3 CHF)
- Euro-Teil für Planbarkeit, CHF-Teil für Gehaltssymmetrie.
- Risiko gestreut, Bankauswahl etwas kleiner, aber gut darstellbar.
3) Reine Fremdwährung (z. B. 100 % CHF)
- Rate in CHF stabil.
- Hohe Anforderungen an Vermögen, Beleihung und Bankfreigaben, da Umrechnungseffekte bei Verkauf/Restschuld in € groß sein können.
Schweizer Besonderheit – Pensionskasse als Eigenkapital
Wenn du in der Schweiz arbeitest und die Immobilie selbst bewohnst, kannst du unter Bedingungen Vorsorgegelder aus der Pensionskasse (2. Säule) vorbeziehen und als Eigenkapital nutzen. Ja, der Bezug ist steuerpflichtig, aber er verbessert den Beleihungsauslauf und damit oft die Konditionen. Für Vermietungsobjekte ist dieser Weg in der Regel nicht möglich. Ich prüfe mit dir, ob der Vorbezug wirklich Sinn ergibt – inkl. langfristiger Wirkung auf Rente und Absicherung.
Steuer & Recht – was du als Grenzgänger beachten solltest
Zwischen Deutschland und Nachbarstaaten gelten Doppelbesteuerungsabkommen. Häufig werden Arbeitseinkünfte im Beschäftigungsland besteuert; Details (z. B. Grenzgängerregelungen, Tage-Regeln) weichen je Land ab. Für die Finanzierung sind klare Nachweise wichtig: Wo wird wie besteuert, welche Abzüge greifen, welche Nettoflüsse sind tatsächlich verfügbar?
Mein Ansatz: Wir dokumentieren wasserdicht – damit die Bank schnell entscheiden kann.
Praxis-Tipps – so machst du als Grenzgänger alles richtig
- Rate ≤ 35 % vom Haushaltsnetto, Reserven für 3–6 Raten.
- Zinsbindung so wählen, dass sie zu deinem Dienstmodell passt (z. B. 15–20 Jahre für maximale Ruhe).
- Sondertilgungen vereinbaren (z. B. 5 % p. a.), falls Prämien/Zulagen fließen.
- Haushaltsrechnung ehrlich – Kinderbetreuung, Pendeln, Verpflegung im Dienst, Bereitschaften realistisch kalkulieren.
- Objektprüfung ernst nehmen: Lage, Energieeffizienz, Instandhaltung – solide Substanz hilft bei Bank und Wiederverkauf.
- Wechselkurs-Puffer einbauen, wenn Gehalt und Kredit nicht in derselben Währung laufen.
Fazit – Immobilienkredit als Grenzgänger: machbar, wenn die Strategie stimmt
Als Grenzgänger bekommst du in Deutschland einen Immobilienkredit, wenn du die Spielregeln kennst: saubere Unterlagen, realistische Budgetplanung, sinnvolle Wahl der Kreditwährung und ein Objekt, das zur Lebensplanungpasst. Gerade in Berufen wie Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr, Klinik und Pflege zählt Planbarkeit – und genau dafür konstruiere ich deine Finanzierung: robust, fair, zukunftssicher.
Häufige Fragen zum Immobilienkredit für Grenzgänger
-
Bekomme ich als Grenzgänger ein Darlehen, wenn mein Gehalt in CHF oder DKK kommt?
-
Ist ein Euro-Darlehen oder ein Fremdwährungsdarlehen besser?
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Wie viel Eigenkapital brauche ich?
-
Kann ich als in der Schweiz Beschäftigter Pensionskassengelder nutzen?
-
Welche Rate ist gesund?
Ich freue mich auf alle deine Fragen.